Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing
2 Kommentare

Leitung Prinzregentheater: Theaterskandal in Bochum

BOCHUMDie Stadt Bochum hat einen handfesten Theaterskandal. Über die Nicht-Verlängerung des Vertrags der Leiterin des Prinzregenttheaters Romy Schmidt ist ein Streit ausgebrochen, in den sich auch Prominente aus Politik und Kultur einmischen.

Theaterskandal in Bochum
Romy Schmidts Vertrag als Leiterin des Prinz-Regent-Theaters wurde nicht verlängert. Foto: Schuck

Die Gemüter erregt vor allem die Tatsache, dass Romy Schmidts Vorgängerin Sibylle Broll-Pape, mittlerweile Intendantin in Bamberg, weiter als Vorstand des Trägervereins die Geschicke des Theaters bestimmt und ihre Nachfolgerin quasi entlassen hat.

"Professionelle Spielregeln"

Der Intendant des Schauspielhauses Bochum Olaf Kröck sieht dadurch die „professionellen Spielregeln“ des Theaterbetriebs verletzt. Autor Frank Goosen, der den Trägerverein des Prinzregenttheaters im vergangenen Jahr verlassen hat, sagt: „Man kann sehr kritisch sehen, dass der Trägerverein ausschließlich aus engen persönlichen Freunden von Sibylle Broll-Pape besteht.“

Außerdem kommentierte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch am Rande einer Veranstaltung: „Wenn jemand geht, sollte er (oder sie) ganz gehen.“ Er kündigte an, sich mit dem Fall zu beschäftigen.

Neue Art, miteinander zu kommunizieren

Daraufhin meldete sich Sibylle Broll-Pape gegenüber unserer Redaktion zu Wort: „Es stimmt nicht, dass wir Romy Schmidt einfach nicht verlängert hätten.“

Es habe eine mündliche Vereinbarung darüber gegeben, dass der Verein über einen neuen, sogar besser dotierten Vertrag nachdenke, der die Art, miteinander zu kommunizieren, neu regele. Die Kommunikationsprobleme rührten vor allem daher, dass Romy Schmidt dem Verein immer wieder Misstrauen entgegengebracht habe. Dabei schätze man ihre künstlerische Arbeit.

Romy Schmidt erklärte in einer Gegendarstellung, dass ihr ein neuer Vertrag nur mündlich „auf der Straße“ in Aussicht gestellt worden sei und „ein ‚Wohlverhalten‘ meinerseits im Hinblick auf meine Zusammenarbeit unter anderem mit Behörden beinhaltete.“ In Form und Inhalt stellte das Gesagte in ihren Augen kein ernsthaftes Angebot dar.

Zur Startseite >

Orte

Kommentare
  • Vollkommen richtig
    von onlineteam am 08.09.2017 11:33 Uhr

    Sie haben vollkommen recht. Wir haben das Zitat oben nun geändert, so dass es nun richtig ist. Wir entschuldigen uns für den Fehler, mit besten Grüßen, das Onlineteam

  • Fehlerhaft zitiert!
    von herrmaier am 07.09.2017 19:30 Uhr

    Lieber Herr Kühlem, bitte hören Sie sich das Statement von Thomas Eiskirch noch einmal genau an. Er meinte, dass, wenn eine geht, sie auch wirklich ganz gehen sollte. Das wird aus dem Zusammenhang deutlich, wo er auf vergleichbare Fälle in der Wirstschaft verweist. Ihr fehlerhaftes Zitat führt leider völlig in die Irre.

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG