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Urbane Künste Ruhr: Neue Leiterin gibt sich kritisch beim Symposium

BOCHUM46 Projekte in 31 Ruhrgebietsstädten mit rund 270 Künstlern. Das sind die beeindruckenden Zahlen, die die im Kulturhauptstadtjahr 2010 gegründeten Urbane Künste Ruhr in sechs Jahren produziert hat. Vor dem Wechsel der künstlerischen Leitung gab es das Symposium Momentaufnahme an der Bochumer Jahrhunderthalle.

Neue Leiterin gibt sich kritisch beim Symposium
Britta Peters auf dem Symposium Momentaufnahme Foto: Daniel Sadrowski/Urbane Künste Ruhr

Die große Frage, um die die geladenen Künstler und Kuratoren in ihren Vorträgen und Diskussionen kreisten, war: Wie kann man die Ausstellungen, Installationen, Touren, Labore, Architektur-Experimente auf einen Punkt bringen? Kann man sie schlicht als Kunst im öffentlichen Raum beschreiben?

Nicht wirklich, fand die freie Kuratorin Melanie Bono, denn das sei ein „verbrannter Begriff“. Manchmal sei Kunst im öffentlichen Raum nur Werbematerial oder Standortfaktor. Wenn sie gut ist, müsse sie offen sein, demokratisch mitbestimmt, kontrovers, Werte vermitteln oder Bildung ermöglichen. 

Britta Peters mag keine Worthülsen

Britta Peters, Kuratorin der Skulptur Projekte Münster, die Katja Aßmann 2018 als Leiterin der Urbanen Künste nachfolgt, äußerte sich in einem erfrischend prägnanten Einwurf kritisch zu Begriffen wie Öffentlichkeit, Partizipation und Nachhaltigkeit, die oft in Zusammenhang mit dem künstlerischen Programm der Institution fallen. „Ich mag es lieber konkreter, als mich in Worthülsen zu verfransen.“ Urbane Kunst brauche einen konkreten Ort und direkten Bezug darauf.

Damit war die neue Leiterin auch die kritischste Stimme des Symposiums. Dabei hätte man reflektieren sollen, ob es gut und richtig ist, vor allem international agierende Künstlergruppen mit einem zeitlich klar begrenzten Außenblick ins Ruhrgebiet zu schicken, statt die regionale Kunstszene zu stärken. 

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