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Wegen Bahnhof-Sperrung: Wuppertal: Schienen-Ersatzverkehr steht im Stau

WUPPERTALIm Raum Wuppertal müssen Pendler mal wieder Geduld haben. Die Bahn fährt die siebtgrößte Stadt in NRW seit Montag, 7. Juli, bis zum Ferienende wegen Bauarbeiten an einem Stellwerk nicht mehr an. Als Ersatz ist eine Flotte von Bussen unterwegs - doch die steht teilweise auch im Stau.

Wuppertal: Schienen-Ersatzverkehr steht im Stau
Seit Montag 17. Juli geht nichts mehr im Hauptbahnhof in Wuppertal. Wegen Bauarbeiten ist die Stadt bis voraussichtlich zum 30. August komplett vom Netz der Bahn abgekoppelt. Foto: dpa

Am ersten Arbeitstag nach der Bahnsperrung in Wuppertal ist der Ersatzverkehr meist reibungslos angelaufen. „Es läuft eigentlich gut“, sagte ein Bahnsprecher am Montag. Zahlreiche Busse ersetzten im Pendeltakt den Zugverkehr. Allerdings standen die Fahrzeuge auch im Berufsverkehr im Stau. Pendler berichteten, dass an Bahnhöfen Bahnmitarbeiter von sich aus Reisenden Hilfe anboten.

Wuppertal, die siebtgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen, ist seit Sonntagabend für mehr als sechs Wochen komplett vom Netz der Bahn abgeschnitten. In NRW ist ein solcher Einschnitt in den Bahnverkehr beispiellos. Grund für den mehr als sechs Wochen langen Stopp ist die Einrichtung eines neuen Stellwerks für 32 Millionen Euro.

An Werktagen müssen täglich Zehntausende Pendler Umwege und längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Die sonst auf der Bahnstrecke fahrenden Verkehrsunternehmen bieten 230 Fahrer und 90 Busse auf, um den Zugverkehr zu ersetzen. „Man merkt, dass Ferien sind und deutlich weniger Pendler unterwegs sind“, sagte ein Bahnsprecher am Morgen.

Viele Pendler arbeiten von zuhause aus

Als Konsequenz aus einer heftig kritisierten ersten Sperrung in den Osterferien waren deutlich mehr Busse unterwegs. Pendelbusse verbinden Wuppertal unter anderem mit dem etwa 30 Kilometer entfernten Düsseldorf. Bis zu acht Schnellbusse fahren pro Stunde und Richtung. Der Fernverkehr mit ICE- und IC-Zügen wird über das Ruhrgebiet umgeleitet.

Viele Pendler haben mit ihren Arbeitgebern für die Zeit der Bahnpause mehr Heimarbeit vereinbart. Andere haben Fahrgemeinschaften gebildet. Am 30. August soll der Schienenverkehr wieder anrollen. An der ersten Sperrung in den Osterferien hatten Reisende heftig Kritik geübt: Teils mussten Fahrgäste ortsunkundigen Fahrern den Weg zeigen.

von dpa

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