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Start in die Saison 17/18: BVB-Frauen peilen das internationale Geschäft an

DORTMUNDFür die Handballerinnen des BVB wird es ernst: Am Samstag startet die neue Bundesliga-Saison mit dem Auswärtsspiel beim TV Nellingen. Dirk Krampe und Oliver Brand haben mit Trainerin Ildiko Barna und ihren Spielerinnen Caroline Müller und Alina Grijseels sowie den Vorständen Andreas Heiermann und Andreas Bartels über die Ziele, ungerechte Spielpläne und nötige Akzeptanz gesprochen.

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  • BVB-Frauen peilen das internationale Geschäft an

Fast acht Wochen Vorbereitung sind vorbei, wie groß ist die Vorfreude gerade bei Euch Spielerinnen, dass es am Samstag endlich losgeht?
Caro Müller: Wir sind schon froh, dass die Vorbereitung jetzt vorbei ist, Ildiko hat uns gut gequält (lacht). Aber im ernst: Wir sind alle fit, und die Turniere mit teils sehr starken Gegnern haben gezeigt, dass wir auf einem guten Stand sind.


Wie ist denn die Vorbereitung aus Sicht der Trainerin gelaufen?
Ildiko Barna: Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Mädels gearbeitet haben. Man sieht, dass wir einen guten und vor allem gesunden Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft haben. Und ganz wichtig: Fast alle Spielerinnen sind gesund geblieben. Das stimmt mich positiv für die neue Saison.
 


Das Startprogramm liest sich mit Nellingen und Bensheim auf dem Papier durchaus als machbar …
Barna: Ich hätte lieber gegen einen stärkeren Gegner wie Buxtehude oder Metzingen gespielt, die zu diesem frühen Zeitpunkt vielleicht noch nicht so gut in Form sind. Gegen Nellingen oder Bensheim sind wir dagegen klarer Favorit und wissen, dass wir uns keinen Patzer erlauben dürfen. So haben wir gleich zu Beginn schon einen gewissen Druck. Aber ich gehe davon aus, dass die Mannschaft das lösen wird.


Ihr seid beide noch sehr jung, sollt aber in Zukunft das Spiel der Borussia, aber auch das der Nationalmannschaft lenken, wie Eure Trainerin sagt. Das ist schon sehr viel Verantwortung, oder?
Alina Grijseels:
Wir beide sind schon Typen, die gerne Verantwortung übernehmen wollen. Aber ich denke auch, dass wir uns gut ergänzen, da wir unterschiedliche Spielertypen sind, die andere Vorlieben beim Handballspiel haben.
Barna: Ich bin schon wahnsinnig stolz, zwei der talentiertesten Mittelspielerinnen Deutschlands in meiner Mannschaft zu haben. Die beiden haben so viel Qualität und führen die Mannschaft trotz ihres jungen Alters bereits jetzt sehr gut. Egal ob das eine Nadja Mansson oder Anne Müller ist - alle hören auf die beiden. Zudem hat der Männerhandball zuletzt immer mehr gezeigt, dass alle drei Rückraumpositionen Torgefahr ausstrahlen müssen. Und in diesem Bereich sind wir mit den beiden auf jeden Fall gut aufgestellt.


Wie sehr fühlt man sich unter Druck gesetzt, wenn die eigene Trainerin sagt, dass man die Zukunft der Nationalmannschaft sei?
Müller: Ich schaue eigentlich nicht darauf, was andere sagen oder denken. Ich muss am Ende die Leistung bringen. Wenn ich das nicht tue, macht es auch keinen Sinn, von der Nationalmannschaft zu sprechen. So einfach ist das. Deswegen ist das für mich auch kein Druck. Handball ist ja ohnehin ein Mannschaftssport. Wenn es da im Team gut läuft, dann läuft es meistens auch bei einem persönlich gut.

Hilft Druck, um die eigene Leistung voll abzurufen?
Grijseels:
Ich denke, dass durch Druck die letzten paar Prozent mehr eher abgerufen werden. Gerade Drucksituationen bringen einen in seiner eigenen Entwicklung weiter. Man lernt, mit bestimmten Situationen besser umzugehen.


Der Kader wurde gezielt umgebaut, die Schwachstellen gerade im Rückraum behoben. Wie zufrieden ist der Vorstand mit der Mannschaft?
Andreas Heiermann:
Unsere Kaderpolitik zeigt schon, was wir vorhaben. Wir hatten in der vergangenen Saison mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Deswegen haben wir jetzt jede Position doppelt besetzt. So haben wir zum Beispiel zu Alina Grijseels mit Caro Müller noch eine weitere Topspielerin auf dieser Position geholt. Jede gute Mannschaft braucht auch gute Konkurrenz innerhalb des Teams. Und ganz ehrlich: Ich bin Zweckpessimist, aber ich habe ein gutes Gefühl für diese Saison. Man weiß: Egal, wohin man fährt in dieser Saison: Da kann man was holen.


Wie schwierig ist es bei einem solchen Kader, alle Spielerinnen zufrieden zu halten?
Barna:
Das funktioniert nicht bei 17 Frauen. Wenn alle fit sind, haben wir sogar die Situation, dass eine Spielerin auf der Tribüne sitzen wird. Aber das ist Leistungssport, damit müssen die Mädchen leben. Aber wir werden in der Saison - wie schon in der Vorbereitung - viel rotieren. Wenn dann eine Spielerin ihre Chance nicht nutzt, wird sie erstmal draußen bleiben. Aber, und das muss ich auch noch einmal betonen, ich bin beeindruckt, wie die Mannschaft trotz des harten Konkurrenzkampfes miteinander umgeht. Sie verfolgen alle das eine Ziel: zu gewinnen!


Seite 2: Mehr Rückhalt und Akzeptanz 

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