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Nach Kreuzbandverletzung: Schöpf arbeitet intensiv an seinem Comeback

GelsenkirchenSchalkes Alessandro Schöpf arbeitet nach seiner schweren Verletzung am Kreuzband intensiv an seinem Comeback. Dieses könnte schon bald vor der Tür stehen. Schöpf selbst sieht sich bereit für eine Rückkehr auf den Platz. Ob er aber spielt, vermag der 23-Jährige nicht zu sagen.

Schöpf arbeitet intensiv an seinem Comeback
Alessandro Schöpf ist vier Monate nach seinem Kreuzbandriss zurück. Foto: dpa

Der Aberglaube scheint unter Fußballern immer noch weitverbreitet zu sein. Im vergangenen Jahr war Alessandro Schöpf noch mit der Rückennummer 21 aufgelaufen - seit dieser Saison trägt er die 28. "Nach meiner Verletzung wollte ich die ,Seuchennummer' hinter mir lassen", antwortet er auf die Frage nach dem Grund.

Echter Galaauftritt

28. April, Schalke spielt in Leverkusen - und legt, ganz untypisch für die letzte Saison, einen echten Galaauftritt hin. Am Ende steht es 4:1 für Königsblau, Schöpf hatte selbst das Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 beigesteuert. In der 36. Minute kommt es zu einem Zweikampf zwischen ihm und dem Leverkusener Benjamin Henrichs. "Es hat sich erst gar nicht so schlimm angefühlt", erinnert sich Schöpf heute. Der Österreicher spielte die Partie noch zu Ende, gab in den Katakomben der BayArena auf die Fragen von Journalisten nach seinem Befinden noch Entwarnung.

Der Schock folgte dann am nächsten Tag. "Als der Doc mir nach der Untersuchung sagte, dass das Kreuzband nicht gut aussieht, musste ich erst einmal schlucken", sagt Schöpf. Die Diagnose: Anriss des vorderen rechten Kreuzbandes - für den 23-Jährigen war die Saison gelaufen.

Mit dem Schicksal gehardert

Ein wenig habe er damals schon mit dem Schicksal gehadert, gibt der Österreicher zu, gerade abends, vor dem Einschlafen, habe er sich seine Gedanken gemacht. "Warum bin ich so hart in den Zweikampf gegangen, zumal zu einem Zeitpunkt, wo wir schon 3:0 geführt haben?", ärgerte er sich.

Dass er dennoch gerade einmal vier Monate nach der Verletzung am vergangenen Donnerstag gegen Gütersloh sein Comeback feierte, ist mindestens erstaunlich - normalerweise brauchen Kreuzbandrisse länger, um zu heilen. "Es war ja kein ganzer Kreuzbandriss, sondern nur eine Teilruptur", sagt Schöpf. "Ich habe sehr viel Zeit in Behandlungen und Therapie investiert."

45 Minuten gegen Gütersloh

Eine Halbzeit lang ließ ihn Trainer Domenico Tedesco im Testspiel beim FC Gütersloh spielen - nach der Partie hatte Schöpf zwar müde Beine, war aber mit sich und der Welt zufrieden. "Jetzt geht es Schritt für Schritt vorwärts", gibt er sich optimistisch. Ob es für einen Einsatz im nächsten Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 18 Uhr) schon reicht, mag er aber nicht sagen. "Das muss der Trainer entscheiden", wiegelt er ab. "Ich wäre aber bereit."

Im Testspiel begann Schöpf auf der für ihn ungewohnten Position links hinten, rückte später ins Mittelfeld vor. "Dort fühle ich mich auch am wohlsten", gab er an. Die Hauptsache aber sei, dass er überhaupt wieder spielen könne - mit einer Rückennummer, die ihm hoffentlich mehr Glück bringt als die alte.

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Kommentare
  • Lob für Tedesco
    von Schalker1963 am 05.09.2017 10:45 Uhr

    Der Kader ist stark genug um wenigstens erstmal bis zur Winterpause zu spielen.
    Mit Kolasinac hat Schalke ja auch nur einen von den 19 Abgängen verloren der absoluter Stammspieler und Leistungsträger war!
    Der Rest war doch nur seit vielen Jahren angehäufte mittelmäßige Ergänzungsspieler!!!
    Der Trainer bringt endlich den ERfolg auf Schalke zurück!!!

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