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Pro & Kontra: Sind die Bayern in dieser Saison verwundbar?

DORTMUNDSo früh wie seit 2011 nicht mehr musste der FC Bayern München beim 0:2 in Hoffenheim seine erste Saison-Niederlage einstecken. Der Rekordmeister zeigte sich in seinen bisherigen Auftritten ungewohnt behäbig und nachlässig. Wir diskutieren: Sind die Bayern in dieser Saison verwundbar?

Sind die Bayern in dieser Saison verwundbar?
Javier Martinez am Boden, Hoffenheim jubelt – bekommt der FC Bayern in dieser Saison Probleme? Foto: dpa

Ja, die Bayern sind schlagbar - Dominanz verloren

Das 0:2 des FC Bayern München in Hoffenheim, es dürfte für viele eigentlich nicht allzu überraschend gekommen sein. Zumindest für all diejenigen nicht, die den Rekordmeister in dieser, vor allem aber auch schon in der vergangenen Saison beobachtet haben.

Das Spiel der Münchner hakt, wirkt oftmals fast gelangweilt und in seinem Gesamtgefüge alles andere als fluide. Während bei Teams wie dem BVB, Leipzig oder auch Hoffenheim alle Mannschaftsteile quasi wie von Zauberhand ineinandergreifen, scheint das Spiel der Münchner unter Trainer Carlo Ancelotti in erster Linie auf Einzelaktionen der Superstars ausgelegt zu sein. Heroen-Fußball alter Schule statt spielerischem Gesamtkunstwerk, das die Münchner jüngst noch unter Pep Guardiola zelebrierten.

Mit dem Trainerwechsel im Sommer 2016 verloren die Bayern nicht nur ihren Glanz, sie verloren vor allem ihre Dominanz. Eine klare Philosophie ist nicht mehr zu erkennen, und so wird der FC Bayern womöglich schon bald wieder der Konkurrenz hinterherlaufen – so wie zuletzt 2011 und 2012, als Dortmund die großen Bayern trotz geringerer individueller Klasse am Nasenring durch die Manege geführt hat. Gewinnen werden sie ob der Qualität von Spielern wie Robben, Lewandowski oder Thiago natürlich auch weiterhin. Nur halt eben nicht mehr jedes Spiel.

Von Oliver Brand

 
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Nein, Qualität immer noch unerreicht - Keine Wachablösung

Die Bayern haben ein Spiel verloren, und schon gibt es einen Aufschrei des Jubels derer, die das Ende der Dominanz und Langeweile heraufbeschwören. Doch gemach, alle werden sich gedulden müssen. Auch wenn der Rekordmeister so früh in der Saison wie zuletzt vor sechs Jahren eine Bundesliga-Partie als Verlierer beendete, so bleiben sie weiter das Maß aller Dinge.

Gut, die bisherigen Auftritte des Starensembles sollten den Klubs Mut machen, die vom FC Bayern zuletzt und immer nur in weiter Ferne die Rücklichter der schicken Dienstwagen aus Ingolstadt gesehen haben. Den Dortmundern also, seit neuestem auch den Leipzigern. Doch auch wenn die Konkurrenz registriert haben dürfte, dass Säulen wie Philipp Lahm und Xabi Alonso nicht ad hoc ersetzt werden konnten, so bleibt eines festzuhalten: Über die Tiefe und Qualität des Bayern-Kaders verfügt keine andere Bundesliga-Mannschaft. Und das wird sich auch in der Tabelle widerspiegeln.

Spätestens mit Beginn der Champions League wird RB Leipzig spüren, was es heißt, immer Vollgas auch unter einer Doppelbelastung geben zu müssen. Und auch der BVB hat in Freiburg erkennen müssen, dass 70 bis 80 Prozent der Leistungsfähigkeit nicht ausreichen, um selbst in Überzahl Bundesliga-Spiele zu gewinnen. Die Wachablösung, sie wird noch auf sich warten lassen.

Von Dirk Krampe

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