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"Noch Beratungsbedarf": Entscheidung über Standort der Agathaschule vertagt

DorstenAufgeschoben ist nicht aufgehoben: Am Mittwoch (13.9.) wird der Dorstener Stadtrat auf Schloss Lembeck endgültig entscheiden, an welchem Standort es mit der Agatha-Grundschule weitergehen wird.

Entscheidung über Standort der Agathaschule vertagt
Die Entscheidung über die Agathaschule wurde vertagt. Foto: Guido Bludau

Wer Montagabend auf der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss im Forum der Volkshochschule einen ersten Fingerzeig erwartete, der sah sich getäuscht. Die CDU stellte nämlich den Geschäftsordnungsantrag, den Punkt ohne Beschluss von der Tagesordnung abzusetzen.

"Tragfähig für die nächsten 30 Jahre"

Die Ausschüsse stimmten dem fast einstimmig zu. "Wir haben noch Beratungsbedarf", erläuterte CDU-Sprecher Bernd Schwane. "Denn das, was wir machen, muss für die nächsten 30 Jahre tragfähig sein." Tristan Zielinski (FDP) schlug in die gleiche Kerbe. Wie Schwane verwies er auf den Elternwillen: "Dazu gehört auch, wie sich der Offene Ganztagsbereich entwickelt." Er stellte den Antrag, dass die Schulverwaltung bis Mittwoch eine Entwicklungsprognose erstellen soll, wie sich die Zahl der OGS-Plätze an den Alternativ-Standorten Voßkamp und Nonnenkamp in den nächsten Jahren verändern könnten - damit die Politik dadurch weiteren zukünftigen Raumbedarf besser einschätzen kann.

Anja Rosen, Architektin vom Büro "energum", das von der Stadt mit einer Analyse für unterschiedliche Standorte beauftragt worden war, erklärte eingangs: "Das Ergebnis unserer Studie spricht unter Berücksichtigung aller Faktoren für einen Umzug der Schule entweder in die Geschwister-Scholl-Schule oder an den Standort Marler Straße."

Pädagogische Notwendigkeiten

Ersterer würde gut sieben Millionen Euro kosten, letzterer 6,5 Millionen Euro. SPD, Grüne und Linke favorisieren hingegen einen Verbleib der Schule am Voßkamp, führten dabei pädagogische Notwendigkeiten gegen die wirtschaftlichen Gründe ins Feld. Sie wünschen einen dreizügigen Neubau, sollten es steigende Schülerzahlen nötig machen, solle die Pestalozzischule auf der Hardt um einen weiteren Zug erweitert werden.

"Das würde dann aber mehr als zwölf Millionen Euro kosten, bei denen wir keine Förderung erwarten können", erklärte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er erklärte, dass die Stadt in einem solchen Fall womöglich die ebenso nötigen Sanierungsarbeiten an der Urbanusschule oder die Grüne Schule aus Kostengründen verschieben oder gar streichen müsste. Und Kämmerer Hubert Große-Ruiken warnte vor weiterer Schuldenmacherei.

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Kommentare
  • Wohngebiet ohne Grundschule?!?
    von JAYjayJAY am 12.09.2017 16:00 Uhr

    Jeder Stadtteil in Dorsten hat eine eigene Grundschule, Holsterhausen sogar mehrere, mit Ausnahme der Feldmark!
    Sofern der Stadtort Vosskamp erhalten bleibt, sollte, anstatt die Pestalozzi-Schule auf der Hardt zu erweitern, die Erweiterung an der Marlerstraße stattfinden!!!
    Diese Schule könnte als Teilstandtort der Pestalozzischule eröffnet werden, anstatt als dritter Standort der Agathaschule, um deren Schulleitung nicht weiter zu belasten.
    Aus den veröffentlichten Daten der Stadt kann man entnehmen, dass es aktuell 101 Grundschüler im Stadtsfeld gibt. Und da es in dem Wohngebiet derzeit einen Generationenwechsel gibt, ist hier noch mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen.
    Die Argunantation, dass die Schulen an der Marler Straße und in Altendorf-Ulfkotte zu nah bei einander lägen, ist nicht nachvollziehbar, da der Fußweg 4,5km beträgt. Zum Vergleich: bei Pestalozzi und Vosskamp sind es gerade einmal 1,3km!

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