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Bunt und beeindruckend: Mehr als 60 Gruppen am Brezelumzug beteiligt

KIRCHHELLENWo stellen wir uns jetzt hin – da an die Ecke, direkt neben die Kreuzung oder doch auf die Mauer hier vorne? Wer einen unverstellten Blick auf den Brezelumzug wollte, musste am Dienstagnachmittag schnell sein. Denn die besten Plätze hinter der Absperrung an der Hauptstraße waren schnell weg.

Mehr als 60 Gruppen am Brezelumzug beteiligt
Viele Gruppen zeigten ihre schönen Brezel-Wagen. Foto: Frederike Spyrka

Wieder wollten Tausende Menschen den großen Umzug mit den Kompanien der Brezelaner, die stolz und voller Freude ihre Blaukittel trugen, Musikkappellen und den mehr als 60 Handkarren und Wagen sehen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Erneut hatten sich die Umzugsteilnehmer viel Zeit für die Vorbereitung genommen und konnten beeindruckende Ergebnisse präsentieren.

Die Spargelstecher hatten auf ihrem Wagen das königliche Gemüse angepflanzt, die Wöller Jungs erinnerten auf ihren zwei Wagen mit Erinnerungsstücken aus dem Bergbaumuseum Bochum an den auslaufenden Kohleabbau ebenso wie der Herrenclub Feldhausen. Beide hatten sogar einen Förderturm auf ihren Wagen gebaut. Und der Spielmannszug Blau-Weiß Bottrop spielte passend dazu das Steigerlied.

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Erinnerungen teilen

Die Alten Herren der Landjugend erinnerten an den Brand der St.-Johanneskirche. Dazu hatten sie eine große Kirche auf ihren Wagen gebaut, aus der bedrohlich Qualm stieg. Gut, der Kirchenschweizer alias Pfarrer Klaus Klein-Schmeink schon mal an einer langen Stange die Kollekte für den neuen Kirchenbau einsammelte. Und dass die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen direkt dahinter kam. 

Die Brezel(un)sitte hatte sich graue Perücken besorgt, Flaschenhalter für Bier gehäkelt und lange graue Röcke selbst genäht. Die Verkleidung der strengen alten Tante wurde jedoch immer wieder von herzhaften Lachern der Kirchhellener Freundinnen torpediert. „Wir unterstützen die Brezelpolizei und sorgen für Zucht und Ordnung“, sagte Andrea Schmücker augenzwinkernd. Das fragliche Mittel der Wahl: selbst gemachter Schnaps.

Genau wie die Brezelunsitte war auch Clemens zum ersten Mal dabei. Bei den Brezelaner Bagpipes unterstützte er Opa Willi und Papa Thomas und schlug auf eine kleine Trommel. „Für ihn ist das nach der Einschulung letzte Woche der nächste Höhepunkt“, berichtete der stolze Opa lachend.

Rosen für die Männer

Immer wieder flogen Kamelle ins Publikum und begeisterten die kleinen Besucher. Die Kirchhellener Heidegeister verteilten zusätzlich Rosen. „Wer bei seiner Frau nach drei Tagen Schützenfest was gut zu machen hat, kann sich eine mitnehmen“, gab Moderator Christoph Wrobel den Rat allen Herren, die zu tief ins Glas geschaut hatten.
Das konnte auch der Besatzung von „De unwiesen Perdelöh“ passieren. Sie hatten in ihrer Schaufel kastenweise „Proviant“ dabei. „Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd – heute ist es umgekehrt“, stand als Motto auf ihrem Wagen. Aber auch nüchtern machte der Brezelumzug richtig Spaß. 

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