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In Schermbeck und Raesfeld: "Heimat shoppen" litt unter dem Wetter

Schermbeck/RaesfeldPremiere in Raesfeld, Tradition in Schermbeck: Heimat shoppen ist „in“. Leider spielte das Wetter am Freitagabend (8.9.) nicht mit.

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  • "Heimat shoppen" litt unter dem Wetter
    Heico Nickelmann (zweiter von rechts) schaffte mit allseits bekannten Songs eine entspannte Atmosphäre bei der Premiere in Raesfeld. Foto: Christina Vennemann

Live-Musik, spezielle Aktionen in den verschiedenen Läden und Leckereien für jedermann – eigentlich hätte die Premiere von „Heimat shoppen“ am Freitagabend in Raesfeld perfekt werden können. Doch da hat man die Rechnung ohne das schlechte Wetter gemacht.

Viel zu wenig Teilnehmer

„Die Teilnahme ist aufgrund des Wetters leider viel zu gering“, bedauerte Isolde Ploch, Inhaberin eines Friseurstudios. Und dabei hatten sie und ihre Mitarbeiterinnen sich so viel Mühe für das Heimatshoppen gegeben: Thüringer Rostbratwurst vom Grill, frisch gezapftes Bier, eine Verlosung und kostenloses Haareflechten waren nur ein paar ihrer Angebote, die sie ihren Gästen machten. Lobende Worte gab es am Freitagabend aber trotzdem von einer Kundin: „Der Friseursalon hat sich am meisten Mühe gegeben“, meinte diese. „Hier wurde liebevoll dekoriert und die Atmosphäre ist schön.“

Kunden eingeladen

Nicole Kehrel von „Tinnefeld hören und sehen“ hingegen konnte eine zufriedenstellende Anzahl von Besuchern verzeichnen. „Wir haben allerdings auch die Kunden, die eine Brille der Marke 'eye:max' besitzen, explizit eingeladen, da man bei diesen Brillen beliebig die Bügel wechseln kann“, erklärte sie, warum sie Hunderte Bügel bestellt hatte. Zu bedenken gab Kehrel aber, dass man für das nächste Mal nicht den gleichen Termin wie Schermbeck wählen sollte. „So nimmt man sich gegenseitig die Leute weg, jeder geht dann zum Heimatshoppen in seinem Ort.“

Die Resonanz der Besucher war trotz des Wetters durchweg positiv. Donate Bergmann zum Beispiel freute sich sehr, dass in Raesfeld mal was los ist und auch die kleinen Läden gestärkt werden. Vor allem die Live-Musik von Heico Nickelmann gefiel ihr. Ein Freitagabend ohne Autos auf der Mittelstraße in Schermbeck? Die Werbegemeinschaft machte es möglich. Für die dritte Auflage des Schermbecker „Heimat shoppen“ war die Hauptgeschäftsstraße zwischen Schienebergstege und Ludgeruskirche für Fußgänger reserviert.

Mittelstraße gesperrt

Von 18 bis 22 Uhr hatten die Besucher Gelegenheit, mit den Geschäftsinhabern ins Gespräch zu kommen. Die Gestaltung des „Heimat shoppen“ überließ der Vorstand der Werbegemeinschaft den Betrieben. Ziel war es, in entspannter Atmosphäre mit den Kunden in Kontakt zu kommen sowie das jeweilige Leistungs- und Warenangebot zu präsentieren und zu verkaufen. Einzige Vorgabe: Die Begegnung sollte nach Möglichkeit vor dem Laden auf der Straße erfolgen.

Die Vorgabe war diesmal kaum zu erfüllen, weil längere Regenphasen störten und nur dort die Besucher draußen eng zusammenrückten, wo die Kaufleute Zelte vor der Ladentür aufgestellt hatten oder Nischen im Eingangsbereich als Plauderecken genutzt werden konnten. Schermbeck ist einfach nett und charmant“, schwärmte die Wulfenerin Barbara Simon am Cocktailstand des Barkeepers Leonardo von den Aktivitäten und der Gastfreundschaft der Kaufleute. Eine gute Resonanz fand eine Neuerung. Livemusik wurde gleich an zwei Stellen angeboten. Die Band „Die Zwei“ unterhielt ab 21 Uhr in der Gaststätte „Am Rathaus“ im unteren Teil der Mittelstraße die Besucher mit flotten Rhythmen.

Live-Musik-Acts als Premiere

Im mittleren Bereich der Mi hatten sechs Geschäftsleute die Band „Florians“ für ein Open-air-Konzert bestellt. Da es aber regnete, wurde der Auftritt kurzerhand in die Gaststätte Overkämping verlegt. „Es fehlt die Laufkundschaft und damit der Umsatz“, bedauerte Heinz-Günter Draeger als Vorstandsmitglied der Schermbecker Werbegemeinschaft den witterungsbedingten fehlenden Andrang. Doch von der Wichtigkeit des Events zum Beweis der Einkaufskraft in Schermbeck ist er genauso überzeugt wie sein Vorstandskollege Frank Herbrechter. Das Fest sei, so Herbrechter, „wichtig für den Zusammenhalt der Gemeinde, der Menschen und sicherlich auch der Händler.“

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